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VON FREYA-ALESSA BODEM
Traumhaft versteckte Buchten, eindrucksvolle Olivenhaine, bewundernswerte Vielfalt architektonischer Stilrichtungen und schwingende Palmen im mediterranen Klima – Mallorca lädt uns immer wieder aufs Neue zum Träumen ein. Wir verraten warum die Balearen-Insel immer eine Reise wert ist und niemals langweilig wird.
Es mag einem so vorkommen als sei Mallorca als Reiseziel ein wenig verschrien – vielleicht weil man zu viel über Ballermann-Tourismus liest oder weil alle immer wieder auf der Suche nach Orten sind, die noch keiner kennt. Allerdings liegt die Liebe wie so oft im Detail und schaut man einmal genauer hin, gibt es kein Zurück mehr – wir haben in allen vier Himmelsrichtungen Highlights zum Verlieben zusammengestellt.
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DER NORDEN
Hier ist die historische Altstadt von Alcúdia absolut sehenswert. Mittelalterliche Stadtmauern und gemütliche Gassen laden zum Träumen in eine andere Zeit ein. Zudem sind die Bauwerke sehr gut erhalten. Ein Besuch wert ist auch der typisch mallorquinische Wochenmarkt am Dienstag und Sonntag in jeder Woche. Die anliegende Bucht mit der Playa de Muro ist zwar schon lange kein Geheimtipp mehr, zählt allerdings nach wie vor auch bei Einheimischen zu den Favoriten der Insel. Der kilometerlange Strand zwischen Puerto Alcúdia und Can Picafort bietet kristallklares Wasser sowie schneeweißen Sand. Zudem sorgt der Weitblick mit Bergkulisse für ein wenig hawaiianische Vibes im Mittelmeer.
Außerdem wunderschön und beeindruckend ist der nördlichste Punkt der Insel, das Cap de Formentor. Allein der Weg hoch durch die Serpentinenstraßen ist die Reise wert und man erlebt immer wieder Wow-Momente. Oben angekommen wird alles durch einen phänomenalen Weitblick abgerundet. Mit einer der bekanntesten Aussichtspunkte Mallorcas befindet sich hier: Der Mirador Punto de la Nao. Mit verschiedenen, ineinander übergehenden, Aussichtsterrassen, wird einem hier ein 360° rundum Blick geboten. Der sich absolut lohnt! Mein Tipp an dieser Stelle – im besten Fall früh morgens starten, um möglichst ungestört den Blick genießen zu können. Denn das Cap de Formentor ist ein Touristen-Highlight. Allerdings zu Recht – ich persönlich war im Mai zuletzt dort und es fasziniert immer wieder aufs Neue.
DER SÜDEN
Palma de Mallorca, die Hauptstadt der Insel, darf in der Reiseplanung nicht fehlen. Vor allem die Altstadt bietet viele charmante Hotels, die mit besonderen, architektonischen Stilen das Urlaubserlebnis abrunden. Neben dem beeindruckenden Hafen von Palma, befindet sich am wohl symbolträchtigsten Platz der Stadt, die Kathedrale La Seu. Der monumentale Bau ist das Wahrzeichen der Insel und knapp 110 m lang. Besonders bekannt ist das gotische Rosettenfenster an der Ostfront des Gebäudes, welches aus mehr als 1.200 bunten Glasfragmenten zusammengesetzt wurde.
Besonders am Herzen liegt mir im Süden der spanischen Balearen-Insel noch die Empfehlung des Küstenortes Colonia de Sant Jordi. Das einst verträumte Fischerdorf hat sich zwar immer mehr zu einem beliebten Ferienspot entwickelt, doch die Ruhe und Mañana-Mañana-Mentalität ist hier noch immer spürbar. Anliegend befindet sich außerdem der traumhaft schöne Sandstrand Es Trenc, der Teil eines naturgeschützten Gebietes ist. Hinter dem Strand liegen Salinen zur Meersalzgewinnung.
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DER OSTEN
Artà im Nordosten der Insel bietet noch heute ein sehr ursprüngliches und vom klassischen Tourismus kaum berührtes Mallorca. Die charmante Kleinstadt liegt einige Kilometer weit im Inselinneren und ist als Künstlerstadt bekannt. Vor allem in den letzten Jahren haben kreative Persönlichkeiten aus Handwerk, Design und Kunst hier ein (zweites) Zuhause gefunden. Somit auch als Tipp – unbedingt die Galerien und Ateliers der Stadt besuchen, für besondere Fundstücke.
Ein weiteres Highlight im Osten der Insel sind die Coves del Drac oder „Drachenhöhlen“. Das Tropfsteinhöhlensystem bei Porto Cristo besitzt des größten unterirdischen See Europas, den Lago Martel mit 177 m. Insgesamt über 1.700 m erstrecken sich die Höhlen und bieten neben dem größten See noch sechs weitere. Auf der Insel befinden sich übrigens noch weitere Tropfsteinhöhlen, wie z.B. die Cuevas des Hams, die Coves d’Arta, die Coves de Campanet oder Cuevas de Genova, um einige zu nennen. Alle für sich sehr faszinierend und sehenswert. ![]()
DER WESTEN
Die Serra de Tramuntana im Nordwesten der Insel ist ein Gebirgszug dem die Natur sehr wohlgesonnen war. Hier erlebt ihr eine einzigartige Landschaft, die gekrönt ist durch den Puig Major, mit 1.445 m der größte Berg von Mallorca. Als Serra de Tramuntana wird übrigens auch eine der sechs Landschaftsregionen von Mallorca bezeichnet. Diese ist nach der oben aufgeführten Gebirgskette benannt, doch erstreckt sich noch etwas darüber hinaus. In der Serra de Tramuntana befinden sich sehenswerte Städte und Dörfer, wie z. B. Deia, Valldemossa, Fornalutx und Sóller.
Port de Sóller möchten wir als malerischen Hafenort besonders hervorheben. Sehr gute Fischrestaurants treffen hier auf eine wunderschöne Bucht mit geschütztem Hafen. Die historische Straßenbahn erinnert an San Francisco. Der „Tren de Sóller“ fährt zwischen der Kleinstadt Sóller und dem Stadtteil Port de Sóller im 15-Minuten-Takt hin und her. Übrigens vorbei an Orangenhainen – Mallorca-Feeling pur.
Wir könnten noch lange so weiterschreiben, denn neben den genannten Spots gibt es noch eine ganze Reihe an Gründen, um sich in die Balearen-Insel noch einmal neu zu verlieben. Unser Fazit steht somit fest: Mallorca ist immer eine Reise wert!