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Es gibt weiße und schwarze Trüffel. Während der weiße Trüffel einen dezenten Geschmack und einen starken Geruch besitzt, hat der schwarze Trüffel einen starken Geschmack und einen dezenten Geruch. Durchs Kochen würde noch mehr Geschmack verloren gehen, weshalb der weiße Trüffel niemals mitgekocht, sondern nur über das Essen gehobelt wird, während der schwarze Trüffel sich gut zum Mitkochen eignet.![]()
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1 kg weißer Trüffel kostet je nach Herkunft und Qualität 3.000 € bis 5.000 €. Zu schlechten Zeiten stieg der Preis sogar schon auf 6.000 € bis 8.000 €. Für einen Kilo schwarzen Trüffel dagegen zahlt man hingegen „nur“ bis zu 2.000 €.
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Trüffel ist deshalb so teuer, da die Pilze unterirdisch wachsen und von ausgebildeten Hunden erschnüffelt werden müssen. Ein Hund findet am Tag vielleicht 60 – 80 g weiße Trüffel (40 cm unter der Erde) oder 200 – 300 g schwarze Trüffel (10 – 20 cm). Es kann aber auch sein, dass gar nichts gefunden wird. Daher wären sogar noch höhere Preise gerechtfertigt.![]()
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Aber Achtung, wer jetzt selbst auf die Jagd gehen möchte, um großes Geld zu machen, in fast allen Ländern benötigt man eine Lizenz zum Ernten und in Deutschland ist die Ernte in öffentlichen Wäldern gesetzlich verboten. Außerdem kosten die vierbeinigen Schnüffler je nach Talent zwischen 5.000 € und 100.000 €.
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Früher wurden auch Schweine verwendet, um den Trüffel zu finden. Die gruben den Boden aber zu tief um, beschädigten die Trüffel oder haben sie einfach aufgefressen. Daher werden heute nur noch Hunde verwendet, da diese die Trüffel gerne gegen ein Stück Fleisch tauschen.![]()
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Trüffel halten sich nicht lange. Sollte man sich also dazu entschließen, Trüffel zu Hause zu benutzen, sollten Trüffel im besten Fall noch am selben Tag verzehrt werden, da sie jeden Tag ein wenig Aroma und somit auch Gewicht verlieren und nach 10 – 14 Tagen komplett abgestorben sind. Falls doch etwas vom Essen übrig bleibt, sollte man sie in einem verschlossenen Gefäß im Kühlschrank lagern.
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Trüffel sind fast das ganze Jahr zu finden. Von Mai bis September hat der Sommertrüffel Saison. Daraufhin folgt direkt der Herbsttrüffel und der weiße Trüffel bis Dezember. Von November bis März gibt es dann den Perigord-Trüffel und dann ist ja auch schon fast wieder Mai.
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Es gibt etwa 160 verschiedene Trüffelarten weltweit, es sind aber nicht alle essbar. Unter den essbaren Trüffeln sind etwa 5 Arten kulinarisch verbreitet. Am beliebtesten sind dabei die Perigord, Piemont und Wintertrüffel.![]()
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Trüffel sind erstaunlich beliebt. Etwa 10 Millionen Tonnen werden jährlich konsumiert. Die Volksrepublik China steht dabei auf Platz 1. Rund 7 Millionen Tonnen werden dort verspeist.
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Italien ist bekannt für ihren Trüffel und daher auch der große Exportmeister. Das Land exportiert etwa 60 Tonnen weißen Wintertrüffel pro Jahr. Sie haben den Trüffelgenuss praktisch erfunden.
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Trüffel enthält hochwertige Nährstoffe, wie Vitamin C, Kalzium, Magnesium und Eisen, sowie viele Ballaststoffe, Eiweiß und ungesättigte Fettsäuren. Trüffel könnten sogar die komplette Proteinquelle eines Menschen darstellen und eignet sich daher ideal für Veganer.![]()
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Sie sind reich an Antioxidantien, wodurch das Risiko für chronische Krankheiten, wie Diabetes und Krebs, sinken könnte. Zudem sind diese Antioxidantien entzündungshemmend und könnten helfen, Krebszellen abzutöten. Außerdem sind Trüffel verdauungsförderlich und weil der Großteil unseres Immunsystems im Darm liegt, ist es sehr wahrscheinlich, dass Trüffel die Gesundheit verbessern kann.
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Trüffel enthalten im getrockneten Zustand nur 2 % – 8 % Fett und überhaupt keinen Zucker oder andere Kohlenhydrate. Zum Abnehmen sind daher Trüffel ideal. Es ist also ein echtes Superfood.![]()
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Die Geister streiten sich darüber, welches „Geschlecht“ Trüffel in der deutschen Sprache hat. Laut Duden ist Trüffel eigentlich feminin und daher müsste es „die Trüffel“ heißen. Umgangssprachlich sprechen die meisten aber von „dem Trüffel“, weshalb laut Duden inzwischen beides möglich ist.
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Trüffel sollte beim Reinigen niemals mit Wasser in Kontakt kommen, denn das macht die Kostbarkeit wässrig und verdirbt das feine Aroma. Zum Putzen des Trüffels entfernt man erst den groben Dreck und behandelt dann den Pilz mit einer weichen Gemüsebürste, mit der man die Schmutzreste vorsichtig von der Schale bürstet. Alternativ kann man auch eine unbenutzte weiche Zahnbürste nutzen.