SOMMERAUSGABE
02 I 2023
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GUTER SCHLAF

VON ALYSSIA GROSSE

24 Jahre und 4 Monate verbringen wir durchschnittlich in unserem Leben im Bett! Eine ganze Menge, wenn man bedenkt, wie wenig wir uns mit unserem eigenen Schlaf beschäftigen, oder? Dabei spielt ein erholsamer und gesunder Schlaf eine entscheidende Rolle für unseren Körper und Geist. Im Schlaf regenerieren wir uns, unsere Zellen erneuern sich und das Gehirn verarbeitet wichtige Erinnerungen. 

In unserer modernen Welt fällt es zunehmend schwerer, abends abzuschalten. Stress, Arbeitsbelastung, Technologie – das alles kann zu Schlafstörungen führen, die wiederum negative Auswirkungen auf unseren Wachzustand haben und sogar Krankheiten verursachen können. Eine Studie des Robert Koch-Instituts aus dem Jahr 2017 zeigt, dass etwa 27 Prozent der Befragten unter Schlafstörungen litt und sogar 6 Prozent regelmäßig Schlafmittel zu sich nehmen. 

Aber, wie kann jede*r seinen individuellen Schlaf verbessern und worauf kommt es an? Wir haben die Antworten für euch: 

Das richtige Bett

Wie man sich bettet, so schläft man. Die einen bevorzugen das Wasserbett, andere Schlafen gern auf einer harten Matratze. Doch das schönste Designerbett kann schädlich sein, wenn man nicht gut darin liegt. Deshalb sollte man am besten im Bettengeschäft vor Ort Probeliegen und sich beraten lassen. Körpergröße, Gewicht und die Wahl der Schlafposition spielen eine entscheidende Rolle. Für Seitenschläfer sind beispielweise Kaltschaummatratzen am besten geeignet. Boxspring- oder Wasserbetten können gegen Rückenschmerzen helfen. In jedem Fall hilft aber der Rat beim Experten im Bettengeschäft.

Natürliche Hilfen beim Einschlafen 

Anders als chemische Mittel können pflanzliche Alternativen genauso gut helfen, schneller einzuschlafen und machen nicht abhängig. Baldrian hilft nicht nur bei Nervosität, sondern hilft beim Einschlafen. Am häufigsten eingenommen als Tee dockt er an dieselben Rezeptoren an wie das Schlafmittel Benzodiazepin. Eine weitere bekannte Pflanze ist Lavendel. Lavendelöl riecht nicht nur sehr angenehm, sondern ihre ätherischen Öle helfen uns beim Einschlafen. Weitere Hausmittel sind Jasmin-Blütenöl, Milch mit Honig und Weintrauben.

Die richtigen Laken

Beim Bettbezug ist vor allem das passende Material wichtig: Baumwolle ist sehr beliebt, da es atmungsaktiv und pflegeleicht ist. Je nach Verarbeitung tragen Baumwollbettbezüge auch den Namen „Jersey“ oder „Perkal“. Etabliert haben sich aber auch Leinen. Sie nehmen besonders gut Feuchtigkeit auf und sind im Sommer sehr nützlich. Flanell-Bettwäsche eignet sich hingegen im Winter. Sie ist besonders weich und flauschig. Wer es edel mag, bevorzugt vielleicht Satin. Der Stoff ist sehr glatt, bügelfrei und temperaturausgleichend.Stress verringern 

Leichter gesagt als getan – im Arbeitsalltag begegnen uns viele Stresssituationen. Wenn es privat zusätzlich Unruhen gibt, kommen wir abends ins Grübeln. Wichtig ist jedoch Prävention und der richtige Umgang: Atemübungen und Entspannungstechniken wie Yoga können helfen. 

Eine ausgewogene Ernährung 

Unterschätzt wird oft die Wasserzufuhr: Wer zu wenig am Tag trinkt, kann Verdauungsstörungen bekommen und dem Körper einen gesunden Stoffwechsel erschweren. Aber auch übermäßiger Alkoholkonsum und Nikotin schaden unserem Schlaf.

Entspannungsrituale 

Noch mal kurz Social Media checken, die letzte Nachricht versenden: Viele von uns legen das Handy erst kurz vor dem Einschlafen weg. Dabei erschwert das blaue Licht das Einschlafen. Wer kann, sollte sein Smartphone eine Stunde vor dem zu Bett gehen, weglegen. Warme Bäder, Sauna und ein Buch lassen die Gedanken zur Ruhe kommen. Einigen hilft auch Sport am Abend oder leichtes Training wie Stretching.