SOMMERAUSGABE 2024
02 | 2024
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HAWAIILIGHTS AUF OAHU UND MAUI

Von Waikiki Beach bis zur Road to Hana

© Pexels

VON FREYA-ALESSA BODEM

Zurück ins Jahr 2015. Ein besonderes Jahr für mich persönlich, geprägt von Freiheit und unendlichen Möglichkeiten. Bald 10 Jahre ist es her, als am 9. Januar mein Flieger von Berlin nach Honolulu ins Auslandssemester startete. Die Erinnerungen seitdem fest im Herzen verankert. Mitgebracht habe ich zudem Tipps für die Insel, die auch 9 Jahre später noch aktuell sind. Ein kleiner Erfahrungsbericht inklusive Aloha-Vibes zum Mitnehmen.

HAWAII PACIFIC UNIVERSITY: ZWISCHEN SURFEN UND STUDIES

Inmitten der eindrucksvollen hawaiianischen Natur, liegt umgeben von paradiesischen Pflanzen und grünen Bergen die Hawaii Pacific University. Besonders angetan hat es mir damals der „Loa Campus“ zu dem man ein Stück weiter hoch in die Berge fahren musste. Der ersten Vorlesung dort konnte ich ehrlichweise kaum folgen, zu fasziniert war ich von dem atemberaubenden Blick ins Tal und – Berlin in allen Ehren (geile Stadt!) – doch dass man auch diesen Blick im Kontext Uni genießen kann?! Unglaublich – bis heute. Übrigens, den Campus der Hawaii Pacific University einmal live zu besuchen lohnt sich. Neben dem beschrieben Loa Campus, bringt auch der Downtown Campus einen gewissen Charme mit und genauso auch das Oceanic Institute. Letztes liegt in Waimanalo und in diesem Gebiet auch einer der Strände, den ich auf der Insel durch seine Weite, ziemliche Außenlage und die Schildkröten besonders ins Herz geschlossen habe. Es ist vor Ort nach wie vor sehr ruhig (keine Gastronomie etc.) nur Dusche und Toilette sind vorhanden. Dadurch ist der Strand auch nicht so überlaufen – was wundervoll ist.ALOHAVIBES BLEIBEN IM HERZEN, FÜR IMMER

Das gewisse Etwas an „Aloha“ spürt man von der Ankunft auf den Inseln bis – ja ich spüre es immer noch, daher wohl für immer bis in die Unendlichkeit. Wow, das klingt nahezu poetisch. Gleichzeitig ehrlich, denn wer einmal die wahre Bedeutung des Wortes Aloha von einem der Locals auf Hawaii erklärt bekommen hat, spürt die Leidenschaft, Liebe und tiefe Verbundenheit zur Kultur der eigenen Heimat. Zudem sei gesagt, die Menschen auf Hawaii leben Aloha komplett. Es mag an dem Klima liegen, den Lichtverhältnissen (es ist so unfassbar hell dort, wenn man so wie ich im Januar aus dem kalten Berlin anreist, nimmt man das noch einmal verstärkt wahr und wird die Sonnenbrille in der ersten Zeit kaum ablegen können) oder auch der wahnsinnig, fast surreal wirkenden Natur (auf dem Weg aus meinem Apartment bin ich immer an wild wachsenden Ananas-Pflanzen vorbeigelaufen und Mini-Bananenstauden, das fasziniert mich bis heute). Jeden Tag direkt nach dem Aufstehen das Meer zu sehen, das hat bis heute einen positiven Effekt auf mich. Sowie auch die kleinen Traditionen und Rituale vor Ort – zur Begrüßung gibt es einen frischen Blumenkranz, der übrigens auch im Kühlschrank gelagert einige Tage hält und sich im Anschluss auch gut trocknen lässt (meinen gibt es noch immer als Glücksbringer in meiner Nostalgie-Box). Auf Hawaii heißt er „Lei“, das bedeutet so viel wie „Herzlich Willkommen“ und die Blumenkette gilt als Zeichen der Wertschätzung sowie Liebe.

OAHU UND MAUI: VON WAIKIKI BEACH BIS ZUR ROAD TO HANA

Auf Hawaii haben mich viele Orte fasziniert. Wunderschöne Strände und unglaubliche Wanderungen, was auf Englisch übrigens Hike heißt und nicht nur mit Wanderung zu übersetzen ist. Sondern vielmehr einer Wanderung, die ausschließlich den Zweck hat, für Erholung zu sorgen. Netter Side-Fact wie ich finde! Von diesen Hikes waren durch die Bank weg alle wundervoll. Gefüllt von Eindrücken, Ausblicken und einem richtig guten Gefühl, wenn man am Ziel angekommen ist. Allerdings möchte ich heute einen benennen, der sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene begeistert: Der Diamond Head. Vielleicht ist meine Verbindung zu diesem Berg auch deshalb so besonders, weil er direkt in meiner Nachbarschaft lag. Oder auch, weil ich oben angekommen, wirklich die besten Erkenntnisse über den eigenen Weg (wo-möchte-ich-hin-wer-bin-ich-und-was-will-ich-eigentlich Gedanken) überhaupt hatte.DIAMOND HEAD HIKE UND SURFEN IN WAIKIKI: BESONDERE ERLEBNISSE

Für alle, die einen Trip nach Oahu planen, setzt den Diamond Head Crater auf eure Liste. Mit einer Höhe von ca. 232 m ist der Tuffkrater eines der Wahrzeichen der Inselgruppe und heißt auf Hawaiianisch „Leahi“, was so viel bedeutet wie „Stirn des Thunfischs“. Besonderer Tipp: Stellt euch den Wecker für diesen Hike etwas eher, der Sonnenaufgang ist atemberaubend von dort oben!

Was alle direkt mit Hawaii in Verbindung bringen ist vor allem das Surfen. Aus gutem Grund, denn schon um 1720 brachten die Polynesier das Surfen nach Hawaii und bereits Höhlenmalereien aus dem 12. Jahrhundert zeigten in Polynesien Mensch auf Surfboards. Auf Hawaii entwickelte sich das Surfen dann nicht nur zum wichtigsten Sport der Insel, sondern wurde Teil der Religion. Gewisse Rituale bei der Auswahl des Baumes und dem Bau des Boards, sollten dem Wohlwollen der Götter dienen.

Wer das Surfen auf Hawaii einmal vor Ort ausprobieren möchte und dafür nicht über 6 Monate Zeit hat wie ich, euch empfehle ich, auch wenn es natürlich touristisch klingen mag, das Surfen in Waikiki. Geht keine Kompromisse ein und wählt eine entspannte Variante, mit flachem Einstieg ins Wasser, klarer Sicht und sehr netter Betreuung am Strand vor Ort. Der Blick vom Board lohnt sich – auf der einen Seite der Diamond Head und vor einem die klassische Skyline einer bunten Hotelvielfalt, die Fans von Pastelltönen auf ihre Kosten bringt.

DIE ROAD TO HANA AUF MAUI

Wir stellen gemeinsam fest – ich könnte seitenweise so weitermachen. Es gibt einfach viel Schönes zu berichten über Hawaii. Doch noch ein Hawaiilight zum Schluss – die Insel Maui. Zuletzt in den Schlagzeilen mit erschütternden Bildern der Brandkatastrophe vor Ort im August 2023. Der Wiederaufbau kostet viel Kraft und vieles wird nicht mehr werden, wie es einmal war. Gleichzeitig ist die Road to Hana ein Erlebnis, von dem wir kurz berichten möchten. Solltet ihr auf Maui sein ist diese ganz besondere Straße eine Erinnerung, die ihr für immer in euren Herzen tragen werdet. Die Vielfalt der Natur auf der Road to Hana ist unfassbar abwechslungsreich. Es fühlte sich für mich nahezu so an, als würde ich in kürzester Zeit durch verschiedene Länder fahren – grüne Hügel, die an die Scottish Highlands erinnern, Dschungel-Idylle, faszinierende Wasserfall-Ensembles und Strände, deren samtig weichen Sand ich noch heute auf der Haut spüre. Entlang der Straße gibt es immer mal wieder kleine Mini-Stände von den Locals mit leckeren Snacks und on Top berührenden Geschichten. Die Road to Hana also eine klare Empfehlung, doch plant genug Zeit ein für die Tour. Lasst euch nicht stressen und fahrt vorsichtig!

ALOHA FEELING DAILY

Ein paar Begriffe, die ich noch heute regelmäßig nutze und die mich immer wieder daran erinnern, dass wir alle doch am besten eine Extraportion Aloha im Herzen tragen sollten. Der Begriff steht neben Liebe übrigens vor allem für Mitgefühl und Zuneigung. Befragt man dazu die Menschen vor Ort kommt oft „das ist eher ein Gefühl“ als eine Bezeichnung. Ein paar dieser hawaiianischen Gefühle haben wir für euch zusammengestellt.


KLEINES HAWAIINANISCH  POCKET-WÖRTERBUCH

  • ALOHA – Liebe, Zuneigung, Mitgefühl – wird auf Hawaii gerne als Grußwort verwendet
  • MAHALO – Dankeschön
  • OHANA – Familie (auch die engsten Friends, die zur Familie werden sind gemeint)
  • HONU – Schildkröte
  • WAHINE – Frau
  • MAKAI – dem Meer zugewandt
  • LUAU – ein traditionelles, hawaiianisches Volksfest
  • LEI – Hals- oder Kopfschmuck aus typischen Materialien der Insel, wie z. B. Blüten, Muscheln, Samen oder Federn