VON ANDREAS UNTERBERG
„Vienna Calling“, seit dem 6. Mai 2024 bietet Austrian Airlines viermal wöchentlich Direktflüge von Bremen nach Wien an – montags, mittwochs, donnerstags und sonntags. Die neue Route ermöglicht nicht nur den direkten Zugang zu den kulturellen Schätzen Wiens wie der Hofburg mit Spanischer Hofreitschule, dem Stephansdom und Schloss Schönbrunn, sondern auch die Anbindung an zahlreiche internationale Ziele. „Vom Wiener Flughafen aus erreichen unsere Passagiere 120 internationale Destinationen. Besonders beliebt sind Langstreckenflüge nach Bangkok, Tokio, Miami, Shanghai und New York. Zudem erweitern wir unser Angebot um Boston“, erklärt Dr. Michael Trestl, Vorstand von Austrian Airlines. Innerhalb Europas sind besonders Flüge nach Griechenland und die Verbindung zur albanischen Hauptstadt Tirana hervorzuheben. Ein wirtschaftlicher Aufschwung wird auch für die Metropolregion Bremen-Oldenburg erwartet, begünstigt durch die neue Direktverbindung, deren Einfluss bis nach Ostfriesland spürbar sein dürfte. „Die hohen Buchungszahlen zeigen, dass die Route nach Wien auch für viele Österreicher attraktiv ist“, sagt Dr. Marc Cezanne, Geschäftsführer des Bremen Airport.
Reise-Tipp: In nur 16 Minuten erreichen Sie mit dem CAT (City Airport Train) die Wiener Innenstadt vom Flughafen. Der Airport bietet ebenso eine sehr gute Bahn-Anbindung in die Skigebiete, z. B. nach Bregenz oder Innsbruck. Hotel-Tipp: Das magdas HOTEL Vienna City liegt Nähe des Rochusmarktes nutzt Upcycling für die eigenen Zimmer und gibt Geflüchteten eine beruflihe Perspektive. Freundliches Personal und gute Küche.
KUNST- UND KULTURHAUPTSTADT WIEN
Ein Drittel Prachtbauten, ein Drittel Palais, ein Drittel Parkanlagen – so die Faustregel. Wussten Sie, dass Wien ein Gesamtkunstwerk ist? Nein? Spätestens Otto Wagner, bekanntester Architekt Österreichs, sorgte für ein stimmiges Stadtbild. Er entwarf neben vielen städtischen Gebäuden auch die Pavillons und das Streckennetz der Wiener Stadtbahn, dem Vorläufer der heutigen Wiener S- und U-Bahn. Perfekt schmiegen sich die historischen Gebäude in das ebenso historische Stadtbild ein, was z. B. bei der Station Kettenbrückengasse, unweit des berühmten Naschmarktes zu erkennen ist.
DEIN NASCHMARKT-GUIDE:
Damit du dich auf dem Markt perfekt zurechtfindest, ohne sprachliche Barrieren:
- Tomaten = Paradeiser
- Blumenkohl = Karfiol
- Kartoffeln = Erdäpfel
- Blutwurst = Blunzen
- Pilze = Schwammerl
- Faschiertes = Hackfleisch
- Powidl = Pflaumenmus
- Ribisel = Johannisbeere
- Marille = Aprikose
- Topfen = Quark
- Schlagobers = Sahne
Wien ist Kulturgut, das merkt man schon beim Blick vom Museumsquartier, mit seinem Leopoldmuseum oder dem mumok, Museum für moderne Kunst, Richtung Innenstadt. Vorbei an den Natur- und Kunsthistorischen Museen, gleich neben dem majestätischen Denkmal von Maria Theresia, erblickt man die Hofburg, bis 1918 kaiserliche Residenz der Wiener Habsburger. Auch Kaiserin Sissi lebte hier. Ob Wiener Staatsoper, die Albertina mit ihren Kunstschätzen im Habsburger Palais, das historische Burgtheater, der Stephansdom oder der Prater mit dem berühmten Riesenrad von 1897. Wien ist Geschichte zum Erleben, dazu das sonore Klackern der Kutschen, auch Fiaker genannt. Natürlich lässt sich auch Street Art an vielen Ecken in Wien finden. Der französische Graffiti-Künstler Invader beispielsweise hat seine Spuren in der Stadt hinterlassen, wie die „Invaded Bridge“, gleich hinter der Kunsthalle Wien. Beim größten Street-Art-Festival des Landes, „Calle Libre“, werden Fassaden verschönert und neue Kunstwerke geschaffen. Wien ist Kunst- und Kulturhauptstadt, daran besteht kein Zweifel. Musik begleitet einen auf Schritt und Tritt: Ob Klassik mit Wolfgang Amadeus Mozart oder Pop mit Falco.
GENUSSHAUPTSTADT WIEN
Die Österreicher, aber insbesondere auch die Wiener, sind nicht nur bekannt für ihre lässige sarkastische Art, ihren Schmäh. Sie wissen auch, wie man gut und üppig speist, im Beisl (Gastwirtschaft) oder zum Heurigen (Weinlokal). Die Wiener Caféhaus-Kultur ist weltweit beliebt. Das ehrwürdige Hotel Sacher, mit seinen Torten-Träumen aus Schokolade und Marillenmarmelade, liefert wohl einen der bekanntesten Exporte. Über 360.000 Torten werden jährlich produziert. Wenn in Wien, dann natürlich auch ein Wiener Schnitzel, original aus Kalbfleisch, vielleicht in der Gastwirtschaft Stemann im Bezirk Mariahilf. Zur Vorspeise eine Frittatensuppe, also eine kräftige Rinderbrühe mit Pfannkuchenstreifen. Kulinarik-Tipp: Im Café Goldegg im Bezirk Wieden ist sie besonders schmackhaft. Als Nachtisch dann noch einen Topfenknödel mit Zwetschgenröster, also einen Knödel aus Quark mit Kompott, alternativ auch mit Schokoladensoße sehr zu empfehlen oder den klassischen Palatschinken mit Marillenmarmelade. Manchmal reicht auch eine Mozartkugel für den Weg. Ein Geheimtipp für Kuchen wie von Oma? Das Café Vollpension in der Schleifmühlgasse 16, mit einzigartigem Konzept, bietet Süßes und Service aus Großmutters Hand.
ÜBER DEN RING HINAUS
Der Wiener Ring, ein Prachtboulevard, der die gesamte Innenstadt umfasst und gesäumt ist mit den kulturellen Sehenswürdigkeiten, von Theatern, Museen oder auch dem Parlament und Rathaus. Die touristischen Highlights liegen in seiner Mitte, dennoch lohnt sich ein Blick über seine Grenzen, in die Grätzel, also Viertel oder Kieze. Von der U-Bahn-Station Volkstheater laufen Sie südwestlich in den Bezirk Spittelberg. Was Hamburg sein St. Georg und Berlin sein Kreuzberg, so ist Spittelberg Wiens aufstrebendes Künstlerviertel. Coole Cafés, wie der Pflanzenladen Calienna, das idyllische Amerlingbeisl in der Schrankgasse oder offene Galeriekonzepte wie „Keine Galerie“ am Sankt Ulrichsplatz 6 zeigen die Schönheit dieses Grätzels. Haben Sie schonmal etwas von einem Durchhaus gehört? Anstatt immer nur außen rum gehe zu müssen, bietet Wien eine Vielzahl an passierbaren Häusern und Gängen mit zauberhaften Hinterhöfen, Stadtbegrünungen und sozialen Projekten. Eines von Ihnen ist das Planquadrat im Wiener Freihausviertel, das übrigens so heißt, weil einst ein Gebäudekomplex mit 1000 Bewohnern hier stand, in dem diese Steuerfreiheit wegen eigener Gerichtsbarkeit genossen. 30 kleine Gärten wurden zusammengelegt und bieten nun einen öffentlich zugänglichen Park, Spielplatz und Kindergarten. Künstler haben das Freihausviertel fest in der Hand. Art-Tipp: Die Porzellan-Manufaktur „feinedinge*“ in der Margaretenstraße 35. Perfekt zum Erkunden dieser „neuen“ Stadtteile, abseits der Touristenströme ist Rebel Tours Vienna. Das Geschwisterpaar Basti und Gabi führen in vier Sprachen und einer wahnsinnig sympathischen Offenheit durch diverse Touren. „Hidden Vienna“ heißt die Tour abseits von Fiaker und Opernball.
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REBEL TOURS VIENNA | BASTIS ULTIMATIVER WIEN-TIPP: „Schauen Sie nicht so viel auf ihr Handy, schauen Sie unbedingt weiter nach oben. Denn in Wien sind Fassaden und Giebel ein besonderer Hingucker.“
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